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125 Jahre Erfolgsgeschichte des CV

Der CV blickt auf 125 Jahre zurück. Diese Zeit wurde begleitet von wirtschaftlichen Krisen, Weltkriegen und stetigen technologischen und wirtschaftlichen Veränderungen. Ungeachtet dieser Einflüsse hat der CV immer das Ziel verfolgt, die Verbundenheit zu seinen Mitgliedern zu wahren und Sie vor Zahlungsausfällen zu schützen. Heute steht der Name CV für branchenspezifische Lösungen in allen Bereichen des nationalen und internationalen Gläubigerschutzes.

Die Anfänge des CV

Die Ursprünge der Gründung einer Interessenvertretung zum Schutz der Schmuck produzierenden Industrie gehen bereits zurück auf das Ende des 19. Jahrhunderts. Die Bijouterie-Industrie beklagte schon damals die zögerliche Begleichung der Rechnungen seitens ihrer Abnehmer und damit den Entzug von Geschäftskapital in einer Zeit, die gerade für die Schmuckbranche mit großen Schwierigkeiten behaftet war. So war sich das Fabrikantenkomitee, angegliedert an die Handelskammer Pforzheim, zur Beratung der Angelegenheiten der Bijouterie-Industrie, darüber einig, dass es einer festen Organisation „zum gegenseitigen Schutz und Trutz“ bedürfe.

Am 6. Juni 1894 kamen die Pforzheimer Bijouteriefabrikanten im Saale des „Römischen Kaiser“ zur Gründungsversammlung zusammen. Den Vorsitz führte der Fabrikant Wilhelm Stöffler. Man einigte sich auf den Namen „Creditoren-Verein der Gold- und Silberwarenindustrie“, wobei der CV schon damals schnell weitere Branchen, etwa die Uhrenindustrie, mit einschloss.

Bereits im ersten Jahr zeichnete der CV eine positive Entwicklung. Allein von Pforzheimer Firmen wurden 85% der getätigten Geschäfte im Voraus durch Auskünfte abgesichert, andernorts beanspruchten immerhin 50% die angebotene Dienstleistung.

Am 4. Juni 1897 wurden dem CV durch Edikt des Großherzoglichen Staats-Ministeriums Körperschaftsrechte verliehen, als Anerkennung für geleistete Arbeit. Seit diesem Zeitpunkt trägt der CV die Rechtsform „Körperschaft des öffentlichen Rechts“.

Die Entwicklung des CV

Der Zweite Weltkrieg setzte dem CV schwer zu. Der Bombenangriff auf Pforzheim am 23. Februar 1945 kostete 18.000 Menschen das Leben und zerstörte einen Großteil der Stadt. Auch von dem Geschäftssitz des CV blieb nur noch eine Ruine übrig, mühsam zusammengetragene Akten waren verbrannt. Der damals 1. Vorsitzende, Eugen Stähle, war ums Leben gekommen, Herr Dr. Neumeier, der Geschäftsführer, einem späteren Luftangriff zum Opfer gefallen. Dennoch hatte der CV nie aufgehört zu existieren – und es war Herr Heinrich Riexinger der Fa. Hummel & Cie., der als kommissarischer Vorsitzender die Geschäfte des CV in den ersten Jahren der Nachkriegszeit führte. Er hatte auch einen kleinen Teil der Akten retten können, mit denen er sich in einem Zimmer seiner Privatwohnung mit nur einer einzigen Angestellten dem Wiederaufbau des Creditoren-Verein widmete.

In der ersten Mitgliederversammlung nach dem Zusammenbruch, am 12. Juli 1948, beschloss man den CV nach alten Grundsätzen wiederzubeleben und wählte Herrn Helmut Daub als 1. Vorsitzenden. Schon bald wurde die Auskunftei, in die bereits das gesamte europäische Ausland mit einbezogen war, wieder in Erinnerung gebracht und die Wiedereinrichtung der Kreditkontrolle in Aussicht gestellt.

Die Währungsreform brachte zunächst ansteigende Preise und große Umsätze mit sich, bevor sich die Krise durch Absatzstockungen und Geldknappheit bemerkbar machte. Betreibungen und Metallschulden mehrten sich so plötzlich, dass der Aufbau des CV beschleunigt werden musste. Schon bald hatte der CV wieder seine alte Zuverlässigkeit und Aktivität erreicht und entwickelte sich sukzessive unter Angliederung einer neuen Auslands- und Rechtsabteilung weiter. Weitere Geschäftsfelder kamen in den 1960er Jahren hinzu, als die Behandlung von Versicherungsfragen eine immer größere Bedeutung einnahm. Man schuf zudem einen Kunden-Überwachungs-Dienst und eine Titelüberwachung und passte sich im Leistungsspektrum immer wieder neu den sich verändernden Anforderungen der Mitglieder des CV an.

Mitte der 1990er Jahre konnte der CV als erste Online-Auskunftei Deutschlands seinen Mitgliedern ein weiteres effektives Instrument der Informationsbeschaffung und Risikominimierung an die Hand geben.

Der CV heute

Der CV präsentiert sich heute als eine internationale, traditionsbewusste und innovative Gläubigerschutzorganisation. Mit Sitz in Pforzheim und einem Partnernetzwek in über 50 Ländern ist der CV weltweit für seine Mitglieder tätig. Durch die stetige Modernisierung und Erweiterung der branchenbezogenen Lösungen in den Bereichen Forderungen, Informationen und Recht, prägte Rüdiger Wolf von 1983 bis 2012 die Geschicke und das heutige Erscheinungsbild des CV zu einem leistungsstarken national und internationalen Partner für seine Mitglieder in jeder Wirtschaftssituation.

Im Frühjahr 2009 bezog der CV sein neues Domizil im Industriegebiet „Wilferdinger Höhe“ im Nordwesten Pforzheims. Die modernen Räumlichkeiten mit Schulungs- und Seminarräumen sind an die Bedürfnisse zur optimalen Betreuung und Beratung der Mitglieder ausgerichtet.

Der CV ist eine in dieser Form einzigartige, international tätige und branchenbezogene Gläubigerschutzorganisation. Bis heute stehen die Belange der Mitglieder im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit – eine innovative Unternehmensführung verbindet sich mit der Tradition von nunmehr seit 125 Jahren.