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1. Warum glauben Sie hat es der CV geschafft, dass er heute auf eine 125-jährige Firmengeschichte zurückblicken kann?

Robert Jaeger: Von jeher kämpfen Unternehmen immer wieder mit nicht fristgerechter Zahlung ihrer gestellten Rechnungen. Das hat sich seit der Gründung des CV 1894 bis heute nicht geändert. Somit besteht immer Bedarf an Lösungen, um sich vor Zahlungsausfällen zu schützen.
Der CV agiert immer im Dienste der Mitglieder. Innovative Neuerungen sowohl in den Wirtschaftsinformationen, als auch in der Betreibung, sowie eine effiziente fallbezogene Bearbeitung der Aufträge, stärkt das Vertrauen der Mitglieder in die Organisation.

2. Was sind Ihre Beweggründe den CV als Vorstandsvorsitzenden schon seit vielen Jahren mit Ihren Erfahrungen und Ihrem Branchen-Know-how zu unterstützen?

Robert Jaeger: Für mich war es wichtig, meine jahrzehntelange Erfahrung weiterzugeben und der Branche zur Verfügung zu stellen. Als früheres Beirats-Mitglied kam ich in den Vorstand und seit 2013 habe ich den Vorsitz übernommen. Es macht mir viel Freude, zusammen mit den Kollegen und der Geschäftsleitung erfolgreich zusammenzuarbeiten und somit aktiv der Branche verbunden zu sein.

3. Erfahrungen austauschen – von anderen Mitgliedern profitieren, das ist der Kern der CV-Gemeinschaft. Was wünschen Sie sich von den Mitgliedern, um die Gemeinschaft noch weiter zu stärken?

Robert Jaeger: Der Grundgedanke ist auch heute noch aktuell, obwohl sich im Laufe der Zeit viel geändert hat und sich jeder selbst am nächsten ist, sollte am Grundgedanke „Gemeinsam sind wir stark“, die Branche schützend festgehalten werden.
Die Zusammenarbeit mit den Mitgliedern findet vordergründig mit den zuständigen Sachbear-
beitern und der Geschäftsleitung statt. Diese Zusammenarbeit funktioniert im hohen Maße sehr gut und entsprechend erfolgreich.
Natürlich gibt es auch auf diesem hohen Niveau noch Verbesserungsmöglichkeiten. Ich sehe diese insbesonders in einer noch intensiveren Kommunikation, damit unser immer wieder verbesserter Leistungsumfang auch von den Mitgliedern zu deren Vorteil genutzt wird.

4. Das Unternehmensziel des CV ist es, seine Mitglieder vor Zahlungsausfällen zu schützen. Was glauben Sie, wie wird sich die Zahlungsmoral weiter entwickeln?

Robert Jaeger: Die Zahlungsmoral ist keine feste Größe, sondern abhängig vom wirtschaftlichen Umfeld der Abnehmer unserer Mitglieder. Hier spielen konjunkturelle Fakten eine wesentliche Rolle.
Die Schmuck- und Uhren-
branche kennt die konjunkturellen Schwankung-
en. Daneben spielen weitere Faktoren eine Rolle, wie Konkurrenzsituation, Änderung der Vertriebswege und die Finanzierungsmöglichkeiten. Die Banken sind im Laufe der letzten Jahre sehr vorsichtig geworden. Die Schmuck- und Uhrenbranche bekommt das stark zu spüren.
Auch behördliche Maßnahmen, die gerade handwerklich geprägte Fachgeschäfte immer mehr einschränken, sind Dinge, die die Zahlungsmoral beeinflussen können.

5. 125 Jahre Firmengeschichte sind kein Garant für künftigen Unternehmenserfolg. Ist der CV mit Blick auf die Zukunft gut aufgestellt? Auch im Hinblick auf nachkommende Generationen?

Robert Jaeger: Das ist eine zentrale Aufgabe des Vorstands und dieses Thema beschäftigt uns in jeder Sitzung. Vorstand und Geschäftsleitung ist dies ein elementares Bedürfnis, diesen Zukunftsaufgaben gerecht zu werden und den CV für die Zukunft fit zu machen.
Gerade durch die Globalisierung ist der CV ein wichtiger, unablässiger Ansprechpartner seiner Mitglieder für das Ausland – sowohl vor Warenlieferung, als auch danach.

Das Interview führte Melanie Räuchle