Umsatzentwicklung 2020 der Uhren- & Schmuckbranche

Jochen StahlAktuelles

Nach der uns vorliegenden Prognose des Statista für die Umsatzentwicklung der Schmuck- und Uhrenbranche weltweit, ersieht man im Jahr 2020 die Negativentwicklung mit -19,3 %. Es wird zwar prognostiziert, dass im Laufe des Jahres 2021 ein Plus von 16,9 % zu erwarten wäre, aber aufgrund der Verschärfungen des Lockdowns vom Dezember 2020 bis Mitte Februar 2021 der Verlauf der Umsatzentwicklung sich mit Blick bis zum Jahresende verändern kann. Die darauf folgenden Jahre werden ebenfalls mit einem stetigen Rückgang des Umsatzes gewertet, da man das Ausmaß der zu erwartenden Auswirkungen von COVID-19 momentan nicht abschätzen kann.

Nach Exportwert ist die Schweizer Uhrenindustrie der größte Exporteur weltweit. China exportiert zwar größere Mengen, die Modelle sind dabei vergleichsweise jedoch günstiger als aus der Schweiz. Innerhalb der europäischen Union ist die Bedeutung der Uhrenindustrie hingegen gering. Neben der deutschen Uhrenindustrie sind Frankreich und Italien als bedeutende Industriestandorte zu nennen, da sich dort viele ansässige Luxusmarken finden.

Die deutsche Uhrenindustrie setzte zuletzt rund 375 Millionen Euro pro Jahr um und ist damit ein recht kleiner Zweig der Konsumgüterindustrie. Mehr als die Hälfte dieser Umsätze wird im Ausland erwirtschaftet.

Die Herstellung von Schmuck ist eine stark fragmentierte Branche. Der Branchenverband Uhren + Schmuck rechnet mit einem Jahresumsatz von etwa 450 Millionen Euro für Uhren und 600 Millionen Euro für Schmuck und liegt damit zwischen den Angaben des Jahresberichts für Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe, der unter Berücksichtigung der Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten auf rund 400 Millionen Euro kommt, und der Umsatzsteuerstatistik, die auf einer weiteren Datenbasis etwa 2,2 Milliarden Euro Umsatz (inklusive der Herstellung von Fantasieschmuck) angibt.

Auch der Einzelhandel mit Uhren und Schmuck wies in den letzten Jahren eine sinkende Anzahl an Unternehmen im Markt, wie auch sinkende Umsätze mit Uhren und Schmuck auf. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes arbeiteten zuletzt rund 43.600 Menschen im Einzelhandel mit Uhren und Schmuck. Dabei ist nicht jede*r Beschäftigte*r automatisch ein Juwelier. „Juwelier“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung, Ausbildungen in der Branche führen meist zum Erwerb des Titels einer Einzelhandelskauffrau bzw. –kaufmann.

Der Umsatzanteil des eCommerce im stationären Einzelhandel mit Uhren und Schmuck in Deutschland spielt laut den Ergebnissen der Jahresstatistik im Handel des Statistischen Bundesamtes noch eine untergeordnete Rolle in der Branche. Jedoch gilt insbesondere der Online-Handel unter Führungskräften als zukünftiger Vertriebskanal von Unternehmen der Uhrenbranche.

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Aufgrund unterschiedlicher Aktualisierungsrhythmen können Statistiken einen aktuelleren Datenstand aufweisen.