Gefahr der Bilanzmanipulation steigt

Belgin HiltweinAktuelles

Gerade in Krisenzeiten häufen sich Bilanzskandale. So versuchen Unternehmen eine drohende Überschuldung durch die Erfassung von fiktivem Vermögen und fingierten Rechnungen eine drohende Überschuldung abzuwenden.

Meist beginnt es mit legaler Bilanzkosmetik, dem Ausnutzen von Spielräumen und Graubereichen und endet irgendwann in einem Teufelskreis.
Für Wirtschaftsprüfer ist es gerade in der Corona-Pandemie noch sehr viel schwerer Bilanzfälschung aufzudecken als in einer normalen Wirtschaftskrise. Die Besonderheit der derzeitigen Ausnahmesituation macht es den Fälschern leichter. Durch die Kontaktbeschränkungen wird die Arbeit der Wirtschaftsprüfer erschwert.

Irgendwann hat der Bilanzfälscher jedoch ein Problem: Die Liquidität. Doch auch hier spielt Corona dem Betroffenen in die Hände. Um den Liquiditätsengpass zu kompensieren kann vorübergehend ein KfW-Darlehen helfen. Immer größer wird der wirtschaftliche Schaden. Im Fall einer Insolvenz kann dies dann zu einer deutlich geringeren Insolvenzquote führen.

Was sind Warnzeichen für Bilanzmanipulation?

Ein Anzeichen könnte beispielsweise sein, dass das Wachstum und die Margen des Unternehmens deutlich höher sind als bei der Konkurrenz.
Auch die Mitarbeiterstruktur solte man unter die Lupe nehmen. Denn meist sind keine Einzeltäter am Werk. Möglicherweise erhält ein Mitarbeiter für seine gewollte oder aber auch ungewollte Mittäterschaft ein entsprechendes „Schweigegeld“ in Form eines auffallend hohen Gehaltes.

Empfehlenswert ist auf jedenfall die Bilanzzahlen über einen längeren Zeitraum zu beobachten und dadurch Vergleiche und Rückschlüsse ziehen zu können. Die Wirtschaftsinformationen des Creditoren-Verein Pforzheim K.d.ö.R. helfen, einen Überblick darüber zu bekommen.

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