Der CV-Ratgeber zu aktuellen Themen

Aktuelle Informationen rund um Finanzen, Forderungsmanagement und Branchen-News aus Schmuck und Uhren, Optik und Mikroelektronik. Profitieren Sie von der Erfahrung des Creditoren-Verein als großer, branchenbezogener Gläubigerschutzverband. Übrigens - als Mitglied erhalten Sie diese Informationen in den CV-Nachrichten noch schneller und aktueller direkt per Mail-Newsletter oder in gedruckter Form. Fordern Sie die Sonderausgabe der CV-Nachrichten direkt über unser Kontaktformular an.

Italienische Steuernummern - aktuelle Info

Aufgrund einiger Anfragen unserer Mitglieder haben wir uns bezüglich des Themas:

Was kann man machen, wenn plötzlich eine VAT-Nummer ungültig wird?

mit unserem italienischen Korrespondenzanwalt Herrn Rechtsanwalt Dr. Helmuth Clementi in Verbindung gesetzt.

Für diesen außergewöhnlichen Fall rät Herr Dr. Clementi, den italienischen Kunden aufzufordern, unverzüglich für die Richtigstellung Sorgen zu tragen, da andernfalls Schadensersatz verlangt werden muss.

Außerdem berichtet er:

„Es stimmt nicht, dass aufgrund des neuen Gesetzes die bisherigen VAT-Nummern der meisten italienischen Firmen plötzlich ungültig wurden, sondern es verhält sich, jedenfalls in der Praxis, wie folgt:

Mit dem Gesetzesdekret Nr. 78/2010 wurde ein neues Register in Italien vorgesehen, in welches sich all jene Firmen eintragen müssen, welche in den letzten zwei Jahren noch keine Intrastat-Meldungen gemacht haben. Jene Firmen, die bereits bis zu diesem Dekret Intrastat-Meldungen gemacht haben, brauchen in dieses neue Register nicht eingetragen werden und deren Nummern sind für Auslandsgeschäfte gültig. Eine Rückfrage bei unserem Wirtschaftsberater hat aber ergeben, dass die Firmen, die sich aufgrund des oben erwähnten Dekrets in dieses neue Register eintragen ließen, häufig feststellen mussten, dass die in Papierform eingereichten Anträge zwecks Eintragung in das Register liegengeblieben sind und erst dann eingetragen wurden, wenn enormer Druck auf das entsprechende Amt ausgeübt wurde. Das ist wahrlich eine Situation „alla italiana“, denn diese Verschlampung kann dann natürlich zu Schwierigkeiten führen, wenn im Zwischenzeitraum Rechnungen des italienischen Kunden an seinen Kunden in Deutschland übermittelt werden und dort dann das Finanzamt die ungültige Nummer feststellt.

Weiteres laut unserem Steuerberater: Firmen, die in den letzten Jahren bereits Auslandsgeschäfte abgewickelt haben, sind allesamt bereits mit gültigen Nummern versehen, denn sie haben ja bereits in den letzten Jahren die vorgeschriebenen Intrastat-Meldungen gemacht. Diese Firmen brauchen also in das neue Register nicht eingetragen werden. Hat aber eine italienische Firma erst im Jahre 2010 mit internationalen Geschäftsbeziehungen begonnen, dann muss natürlich darauf geachtet werden, dass die gültige italienische Mehrwertsteuernummer in das Register eingetragen wird, damit dieselbe die Gültigkeit als EU-Steuernummer erlangt.“

 

Herzlichen Dank an Herrn Rechtsanwalt Dr. Helmuth Clementi für seine ausführliche Recherche zu diesem Thema.

Positive Insolvenzentwicklung im Jahr 2010

Die Talsohle ist offensichtlich durchschritten, auch bei den Insolvenzen in Deutschland zeigt sich daher für das vergangene Jahr ein erfreulicher Trend, der sich auch 2011 entsprechend fortsetzen dürfte. Trotz dieser vorsichtig optimistischen Zahlen rät der CV zur Wachsamkeit und geregeltem Forderungsmanagment, um keine unangenehmen Überraschungen zu erleben.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im vergangenen Jahr gesunken. Die deutschen Amtsgerichte registrierten im Jahr 2010 rund 31.998 Firmenpleiten - das sind 2,1 Prozent weniger als noch im Vorjahr.  Im Krisenjahr 2009 waren die Unternehmensinsolvenzen mit einem Plus von 11,6 Prozent erstmals seit dem Jahr 2003 wieder deutlich angestiegen. (Im Jahr 2003 erreichten sie mit 39.320 Fällen ihren bisherigen Höchststand.) Die Gerichte bezifferten die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aller Insolvenzen (einschließlich der 2.783 Nachlassinsolvenzen und der 1.814 Insolvenzen von natürlichen Personen, die als Gesellschafter größerer Unternehmen von einer Insolvenz betroffen waren) auf rund 39 Milliarden Euro.

Schmuck- und Uhren-Branche


cv_diagramm_insolvenz_01cv_diagramm_insolvenz_02cv_diagramm_insolvenz_03

Aus den Balkendiagrammen sind die Unternehmensinsolvenzen (Insolvenzeröffnungen und die Anzahl der Fälle, die mangels Masse abgewiesen wurden) der letzten drei Wirtschaftsjahre zu ersehen – aufgesplittet in die Hersteller, den Vertrieb /Großhandel und den Einzelhandel.
Auch wenn die Insolvenzen in der Schmuck-und Uhrenbranche rückläufig sind sollte man bedenken, dass die Insolvenzverbindlichkeiten keine große Veränderung erfahren dürften, sodass das Forderungsausfallrisiko nach wie vor sehr hoch ist. Wir empfehlen daher,  vermehrt auf das Forderungsmanagement zu achten und sich professionelle Partner wie den CV, der neben der Forderungsanmeldung auch die  Sonderrechte in Insolvenzen geltend macht, an Bord zu holen.

 

Zahlen und Fakten aus der Insolvenzabwicklung  des CV

Inland
Der CV konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 38 (Vorjahr 22) anhängige,  inländische Insolvenzverfahren erledigen. Von diesen abgeschlossenen Insolvenzen entfielen 21 Fälle auf Einzelhändler, 4 auf Großhändler und 5 auf Fabrikationen sowie 8 Fälle auf sogenannte private Insolvenzen.
Das Verfahren der Privatinsolvenz steht natürlichen Personen (Verbrauchern) und ehemaligen Selbstständigen und Kleingewerbetreibenden offen, sofern diese weniger als 20 Gläubiger und keine Verbindlichkeiten aus Beschäftigungsverhältnissen mit Arbeitnehmern haben (§304 InsO).
Auf die festgestellten Forderungen sind 2010 durchschnittliche Insolvenzquoten von 5,4% (Vorjahr 0,7%) entfallen. In allen Verfahren machte der CV für seine Mitglieder, soweit die rechtlichen Voraussetzungen hierzu gegeben waren, die Aus-und Absonderung geltend. Die Durchsetzung dieser Sonderrechte führte 2010 zu dem Ergebnis, dass der CV die Forderungsrealisierungsquote in Inlandinsolvenzen auf durchschnittlich 29% (Vorjahr 12%) erhöhen konnte.

Ausland
Im  vergangenen Jahr hat der CV im Ausland  10 Insolvenzen (Vorjahr 9) abschließend  für seine betroffenen Mitglieder bearbeitet. Die Bearbeitung von Auslandsinsolvenzen gestaltet sich normalerweise sehr schwierig, denn in der Regel erhält der Gläubiger lediglich die Insolvenzquote, weil sich Sonderrechte kaum durchsetzen lassen. Dies ist von Land zu Land unterschiedlich.
Trotz aller Schwierigkeiten denen der CV  im Ausland ausgesetzt ist, konnte er eine durchschnittliche Insolvenzquote von 5,7%  (Vorjahr 7,6%) realisieren. (ee/rw)

Aktueller Artikel in der Pforzheimer Zeitung

Lesen Sie aktuell über die jährliche Mitgliederumfrage zur Zahlungsmoral aus der Pforzheimer Zeitung vom 8. Februar. Klicken Sie auf das Bild, um eine vergrößerte Ansicht zu erhalten.

artikel_komplett_pz_web

Forderungszeinzug online - Service für unsere Mitglieder

Als neuen Service bieten wir für unsere Mitglieder das Formular zum Forderungseinzug auch als komfortable Online-Lösung an. Nach dem Login im Mitglieder-Bereich steht das Formular unter dem Menüpunkt "Forderungseinzug" zur Verfügung. Die notwendigen Unterlagen wie Schriftverkehr und Kontoauszüge können als PDF angehängt oder, wie gewohnt, gefaxt werden.

Nutzen Sie diese neue und komfortable Leistung des Creditoren-Verein Pforzheim. Bei Fragen hierzu kontaktieren Sie uns einfach per E-Mail oder telefonisch.

Forderungsabsicherung in Spanien

Zahlungssicherung kann (innerhalb der EU) durch folgende Instrumente erfolgen:

Weiterlesen...

    drei_logos